TOM GERHARDT

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Der Kölner Tom Gerhardt hat als Komödiant den Dreier-Spagat geschafft: Seit dreißig Jahren ist er erfolgreich sowohl auf der Bühne als auch im Fernsehen und im Kino.

Bevor Tom Gerhardt beruflich Komödiant wurde, arbeitete er u. a. als Fabrikarbeiter, Lastwagenfahrer,  Reiseleiter, Sprachlehrer und  – nach dem Studium von Deutsch und Philosophie - als Journalist bei verschiedenen Tageszeitungen. Später wurde er freier Mitarbeiter beim Westdeutschen Rundfunk, der u. a. auch einige Hörspiele von ihm ausstrahlte.

Landesweit bekannt wurde er neben seinen Bühnen-Auftritten vor allem durch die drastischen Kino-Kultfilme „Voll Normaaal“, „Ballermann 6“ und „Siegfried“, allesamt Publikumserfolge, und durch seine Sitcom „Hausmeister Krause“, die die zahlreichen Fans ganze 10 Jahre vor den Bildschirm bannte.  

Der beinharte und unverbesserliche Spießer Dieter Krause ist seitdem Kultfigur geworden und wird allerorten karikiert. Die Drehbücher schrieb Tom Gerhardt selber, mit Hilfe wechselnder Autoren und dem Produzent Herman Weigel.

Die Initialzündung zur Popularität war aber eine andere Figur: Als bescheuerter Mofa-rocker  „Tommie“, mit zerfledderter  Pudelmütze auf dem Kopf und einem rostigen Auspuff in der Hand, überfiel Tom damals die Nation mit den hemmungslosen Fantasien eines „echten Asis“. Die unsägliche, stotternde Nacherzählung von knallharten Action-Filmen – in denkbar dämlicher Logik – schlug ein wie eine Bombe und wurde über Nacht Kult. Die Auftritte lösten gleichermaßen Lachkrämpfe aus wie Fassungslosigkeit.

Fast eine Million Zuschauer besuchten die Programme „Dackel mit Sekt“ (1988–1992), „Voll die Disco“ (1992–1994), „Voll Pervers“ (1995–1996) und „Au Weia!“ (1999–2000), die Tom Gerhardt mit Regisseur Joachim Lang auf die Bühne brachte. Nach langer Zeit war er in 2012 und 2013 wieder auf der Bühne unterwegs mit dem Programm „Nackt und in Farbe“.

Der Erfolg auf der Bühne war der Grund dafür, dass die Produzenten Bernd Eichinger und Herman Weigel die Zusammenarbeit im Kino vorschlugen – Held der ersten beiden Filme wurde folgerichtig „Tommie“, zu dem sich dann sein deutsch-italienischer Kumpel „Mario“ gesellte (gespielt von Hilmi Sözer).

Die Vollendung der „Trilogie der total glücklichen Dummheit“ ist gelungen: Der dritte „Tommie & Mario“-Film „Die Superbullen“  lief im Januar 2011 in den Kinos (Produktion Bernd Eichinger). Das Drehbuch schrieben Tom Gerhardt und Franz Krause. Neben den eigenen Kinofilmen hat Tom Gerhardt Gastrollen in verschiedenen Kinofilmen übernommen.

Seit 2015 hat sich Tom Gerhardt wieder der lang zurück ersehnten Bühne zugewandt: In dem Theaterstück  "Dinner für Spinner" von Francis Veber (Regie: Rene Heinersdorff) gab er nun schon 200 mal den traurig-komischen Loser Mathias Bommes, der hämische Intelligenz mit liebenswerter Schlichtheit schlägt.

Das Theaterspiel animierte Tom Gerhardt zum ersten eigenen Theaterstück: Aus der Feder des Comedy-Urgesteins und seinem Co-Autoren Franz Krause stammt „KETTEN DER LIEBE“. In der Komödie lassen die beiden Autoren den Tolpatsch-Terminator und Superfan Mathias Bommes seinen Lieblings-Rockstar foltern. In über 200 Terminen in Köln, Düsseldorf und Bonn begeisterte Tom Gerhardt als „Mathias Bommes“ sein Publikum und ist im Herbst bundesweit unterwegs mit „KETTEN DER LIEBE“.