Gutscheinlösung statt Geldrückgabe

Informationen zum Gesetz zur Gutscheinlösung bei abgesagten oder verlegten Veranstaltungen

Stand 21.07.2020

Seit dem 20. Mai 2020 ist das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht in Kraft. Nach diesem Gesetz sind wir als Veranstalter berechtigt, Ihnen für aufgrund der COVID-19 Pandemie ausgefallene oder verschobene Veranstaltungen einen Gutschein anzubieten.

Dies gilt für Event-Tickets, die vor dem 8. März 2020 gekauft wurden. Die Gutscheine sind drei Jahre ab Ausstellungsdatum gültig und können für das gesamte Angebot des Veranstalters eingelöst werden.

Sollten Sie den Gutschein nicht bis zum 31.12.2021 eingelöst haben, können Sie die Auszahlung in Geld verlangen. Außerdem können Sie die Auszahlung des Gutscheins in Geld verlangen, wenn der Verweis auf einen Gutschein für Sie angesichts Ihrer persönlichen Lebensumstände unzumutbar ist. Die Gründe der Unzumutbarkeit sollten gegenüber dem Veranstalter dargelegt und ggf. entsprechende Belege vorgelegt werden.

Bei verlegten Veranstaltungen behalten Tickets für den neuen Termin ihre Gültigkeit. In diesem Fall können Sie entscheiden, ob Sie das Ticket behalten oder lieber einen Gutschein haben möchten. Wenn Sie an dem neuen Termin verhindert sind, haben Sie die Möglichkeit, einen Gutschein zu verlangen.

Die Ausformulierung des Gesetzes im Detail sowie Hinweise der Bundesregierung dazu finden Sie hier:

Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht und

Hinweise der Bundesregierung sowie FAQ der Bundesregierung zur Gutscheinlösung

Sobald bei der jeweiligen Veranstaltung die Gutschein-Regelung freigeschaltet ist, werden Sie von Ihrem Ticketsystem entsprechend über die Rückabwicklung informiert.

Wir bitten Sie herzlich Geduld und Verständnis.


Warum brauchen Veranstalter und Betreiber von Freizeiteinrichtungen jetzt in der Corona-Krise besonderen Schutz?
Die Veranstalter haben regelmäßig auch im Vorfeld einer Veranstaltung bereits erhebliche Kosten für Planung, Werbung und Organisation und sind mit Leistungen für Künstler und Veranstaltungstechnik in Vorleistung gegangen. Zudem haben Sie aufgrund der COVID-19-Pandemie derzeit so gut wie keine laufenden Einnahmen. Ähnliches gilt für die Betreiber von Freizeiteinrichtungen. Diese haben auch ohne Besucher hohe Kosten für den Unterhalt der Einrichtungen. Wenn nun sämtliche Eintrittskarten für ausgefallene Veranstaltungen oder für geschlossene Freizeiteinrichtungen erstattet werden müssten, würde vielen Veranstaltern und Betreibern die Insolvenz drohen. Dies hätte erhebliche nachteilige Folgen für die Gesamtwirtschaft und das kulturelle Angebot in der Bundesrepublik Deutschland. Zudem könnten dann viele Inhaberinnen und Inhaber von Eintrittskarten aufgrund fehlender Mittel gar keine Erstattung erhalten. (Quelle: FAQ der Bundesregierung)